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	<title>Asaekante</title>
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	<description>&#34;Man muss an Dinge glauben auch wenn sie nicht wahr sind, wie sollten sie sonst wahr werden?&#34; Terry Pratchett</description>
	<lastBuildDate>Sun, 19 May 2013 19:20:55 +0000</lastBuildDate>
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		<item>
		<title>Schadenfreude und (verinnerlichte) gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit</title>
		<link>http://www.asaekante.de/?p=344</link>
		<comments>http://www.asaekante.de/?p=344#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 May 2013 18:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Schadenfreude kann eine zentrale Rolle bei der Reproduktion von verschiedenen Manifestationen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) spielen. Disclaimer: Dieser Artikel will ich nicht als erhobenen Zeigefinger verstehen, sondern als Anregung bestimmte Gedanken und Gedankengänge neu zu bewerten und zu hinterfragen. In &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=344">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schadenfreude kann eine zentrale Rolle bei der Reproduktion von verschiedenen Manifestationen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) spielen.</p>
<p>Disclaimer: Dieser Artikel will ich nicht als erhobenen Zeigefinger verstehen, sondern als Anregung bestimmte Gedanken und Gedankengänge neu zu bewerten und zu hinterfragen.</p>
<p><span id="more-344"></span>In einem Artikel der Welt.de wurde dargelegt, dass ein rassistischer Forscher, der offen rassistische Thesen verbreitet hat, selbst afrikanische Vorfahren hat [<a href="#1">1</a>]. Die Machart dieses Artikels hat mich an einen weiteren Artikel erinnert, als bekannt wurde dass der rechtsradikale Jobbik-Politiker Csanad Szegedi Jüdische Vorfahren hat [<a href="#2">2</a>].</p>
<p>Die im ersten Artikel deutlich mitschwingende Schadenfreude, dass der Forscher nun selbst &#8220;16 mal mehr Gene von dunkelhäutigen Vorfahren&#8221; und sogar noch &#8220;neun Prozent Gene, die auf einen asiatischen Vorfahren schließen lassen&#8221;, in sich trägt haben in meinen Augen einen deutlichen Unterton von Schadenfreude.</p>
<p>Noch deutlicher ist die Ausprägung der Schadenfreude in den Kommentaren des zweiten Artikels von Spiegel-Online zu sehen. Wobei natürlich in den Kommentaren mit auftreten unverholenem Rassismus, Antisemitismus oder anderen Manifestationen von GMF zu rechnen ist. Um den Mechanismus zu verstehen ist es in meinen Augen sinnvoll, sich das Wort Schadenfreude anzuschauen. Dabei will ich mich im Folgenden auf das erste Beispiel (Rassismus) beschränken. Der beschriebene Mechanismus lässt sich ohne Einschränkung der Allgemeinheit auf alle äquivalenten Manifestationen wie Sexismus, Homophobie, Transphobie usw. usf. übertragen</p>
<p>&#8220;Schadenfreude&#8221; drückt zwei Tatsachen aus, zum einen empfindet ein Mensch Freude über den Schaden eines anderen und zum anderen, das ist der zentrale Aspekt meiner Argumentation, hat ein andere Mensch Schaden genommen.</p>
<p>Doch wenn welchen Schaden hat James Watson hier davon getragen? Ist er gestolpert, und hat sich die Zehen angeschlagen? Hat er sich an seinem eigenen Geifer verschluckt, als er rassistisch gehetzt hat? Rational gesehen, hat er keinen Schaden genommen, erst wenn man ihn aus dem Blick des Rassismus und der damit verbundenen hierarchisch strukturierten Machtgesellschaft betrachtet ist hier ein Schaden zu sehen. Denn nur hier ist das Faktum, dass er zu einem Teil von People of Color abstammt, als Makel zu sehen. Dieser rassistische Makel führt nun innerhalb einer rassistischen Gesellschaft zu einem Verlust von Reputation und Privilegien.</p>
<p>Und allein wenn ich schon mit dem &#8220;Haha, jetzt hat es die*den auch erwischt!&#8221;-Gedanken lasse ich dem Rassismus Raum in meinem Kopf, weil ich eben zugestehe, dass dieser Person ein Schaden aus rassistischem Gesichtspunkt entstanden ist. Damit stimme ich in gewisser weise diesen Strukturen zu und mache sie mir, wenn vielleicht auch nur zu Teilen, zu eigen.</p>
<p>Meine ersten Gedanken, als ich die Überschrift des Artikels sah, waren in etwa die Folgenden: &#8220;Ja, toll! Ich auch! Und hat wieder ein*e Thermodynamik-Gegner*in aus versehen die Sonne entdeckt?&#8221; Objektiv betrachtet stammen wir alle von afrikanischen Vorfahren ab. Und wir unterscheiden uns nur in 1,37% von den Schimpansen [<a href="#3">3</a>]. In Kontext dieser Betrachtungen ist es offensichtlich, wie dumm Rassismus und jede andere Form der GMF ist.</p>
<p>Vor allem ist es aber gefährlich, weil wir so uns das Konzept zu eigen machen, wir akzeptieren die Privilegien, die Hierarchien, die Diskriminierungen und verinnerlichen sie vielleicht sogar noch mehr und sorgen somit vielleicht sogar noch zur Verbreitung dieses Mems ohne es zu wollen.</p>
<p>Deshalb: Kein Fussbreit! Keine Kekse!</p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li><span style="line-height: 16px;">[<a name="1"></a>1] &#8220;Rassistischer Forscher hat afrikanische Vorfahren&#8221;, &#8220;cl&#8221;. Die Welt. <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1446444/Rassistischer-Forscher-hat-afrikanische-Vorfahren.html">http://www.welt.de/wissenschaft/article1446444/Rassistischer-Forscher-hat-afrikanische-Vorfahren.html</a> </span><span style="line-height: 16px;">abgerufen am 18.05.2013</span></li>
<li><span style="line-height: 16px;">[<a name="2"></a>2] &#8220;Ungarische Rechtsextreme: Wie ein Jobbik-Kader seine jüdischen Wurzeln fand&#8221;, &#8220;jls/dapd/AP&#8221;. Spiegel Online. <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-jobbik-abgeordneter-szegedi-entdeckt-juedische-wurzeln-a-850342.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-jobbik-abgeordneter-szegedi-entdeckt-juedische-wurzeln-a-850342.html</a> abgerufen am 18.05.2013</span></li>
<li>[<a name="3"></a>3] &#8220;Schimpansen&#8221;, &#8220;BesonderUmstaende&#8221;, Version vom 15.04.2013 09:57 Uhr. de.Wikipedia.org. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schimpansen#Forschungsgeschichte">http://de.wikipedia.org/wiki/Schimpansen#Forschungsgeschichte</a> abgerufen am 18.05.2013</li>
</ul>
<p>Edit: Grammatik</p>
 <p><a href="http://www.asaekante.de/?flattrss_redirect&amp;id=344&amp;md5=9ced65ae39a1806407dc1006ac13d529" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.asaekante.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Herr Lauer und die A*geburten</title>
		<link>http://www.asaekante.de/?p=339</link>
		<comments>http://www.asaekante.de/?p=339#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 May 2013 12:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[[TW: Gewalt (Sprache, Körperlich), Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (Homophobie)] Danke Herr Lauer! Ich danke Ihnen wirklich von ganzem Herzen, dass sie mich mich an meine Jugend erinnern. An die wunderbare Zeit in der ich fast tagtäglich von meinen Klassenkameraden geschlagen, gequält und &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=339">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>[TW: Gewalt (Sprache, Körperlich), Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (Homophobie)]</p>
<p><span id="more-339"></span></p>
<p>Danke Herr Lauer!</p>
<p>Ich danke Ihnen wirklich von ganzem Herzen, dass sie mich mich an meine Jugend erinnern. An die wunderbare Zeit in der ich fast tagtäglich von meinen Klassenkameraden geschlagen, gequält und auch sexuell Misshandelt wurde. Von meinen Lehrer*innen durfte ich keine Hilfe erwarten. Im Gegenteil wurden am mir die üblichen Opferbeschuldigungen ausgelassen, wie wehr dich doch und so weiter und so fort.</p>
<p>Vielleicht hatten Sie ja auch so eine wunderschöne Kindheit und Jugend und haben Ihren eigenen Weg gefunden, die Schmerzen, Erniedrigungen und Seelischen Wunden zu überwinden. Wenn ja, dann gratuliere ich Ihnen und wünsche mir, dass Sie in Zukunft achtsamer mit Ihrer Sprache umgehen. Da Sie sich vielleicht noch daran erinnern, wie es wohl war, selbst so verletzt worden zu sein.</p>
<p>Sollten Sie selbst sowas nicht erlebt haben dann will ich Ihnen mal erzählen, wie es sich anfühl in der eigenen Sexualität in Frage gestellt zu werden, Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr:</p>
<p>Ich kannte den Begriff der A*geburt aus meiner Jugend, da ich selbst oft genug so beschimpft wurde. Meine eigene Sexualität wurde dabei auch in jedem Moment in Frage gestellt. Und irgendwann hab ich dann auch angefangen mich selbst in Frage zu stellen, denn kann es nicht wahr sein, dass ich vielleicht doch Homosexuell bin? Dabei spielt es sicher keine unwesentliche Rolle, dass ich auf einem streng katholischen Oberbayerischen Dorf aufgewachsen bin, in dem Homophobie noch als eine positive Charaktereigenschaft galt.</p>
<p>Dabei will ich jetzt nicht mal auf die Frage eingehen, wieso ich selbst meine eigene Homophobie erst überwinden musste. Was ich schon schlimm genug finde, dass sie mir durch die Gesellschaft mitgeben wurde und damit diese Unterdrückung erst ermöglichte. Dazu gibt es im Internet genügend andere Quellen…</p>
<p>Wissen Sie Herr Lauer, es hat Jahre gedauert bis ich mich getraut habe überhaupt einer Frau zu nähern und selbst jetzt noch ist in meinem Kopf immer wieder die Frage, ob da nicht vielleicht doch was dran ist, dass ich tief in meinem inneren zumindest Bisexuell bin, was ich aber dank meiner Androphobie niemals ausleben werden kann…</p>
<p>Ja, ich traue Männern nicht weiter als ich werfen kann und nein, ich werde das nicht therapieren lassen, denn jeden Tag aufs neue wird mir brühwarm aufserviert, wie richtig ich doch mit dieser Einstellung liege, ich denke da jetzt nur an den <a href="https://twitter.com/search/realtime?q=%23Aufschrei&amp;src=typd">#Aufschrei</a> und feministische Blogs und Internetseiten.</p>
<p>Ich hab mich mittlerweile gefangen, meine Phobien in diese Richtung weitestgehend abgelegt (ganz verschwinden werden sie nie und weiter die Narben meine Seele verunstalten) auch und vor allem durch die wunderbare und offene Polyamore Szene. Die aber auch erst möglich wurde, weil wir uns alle Mühe für eine offene und tolerantere Gesellschaft gegeben haben.</p>
<p>Und dann kommen Sie dahier und reißen mit Ihrem weißen cis hetero Privilegien-Arsch alles ein, was wir uns hier mühsam aufgebaut haben! Sie widern mich an! In Russland ist erst diese Woche ein Homosexueller Mann tot geprügelt worden, in Frankreich vor zwei Wochen fast und dann kommen Sie daher und reden was von A*geburten?</p>
<p>In diesem Sinne<br />
Alexander Thomas</p>
<p>Edit: Das Video aus der HeuteShow vom 17.05.2013 in dem das Wort gesagt wird:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=TSXJZkU9WJY&amp;t=30m51s">http://www.youtube.com/watch?v=TSXJZkU9WJY&amp;t=30m51s</a></p>
<p>Edit: &#8220;cis hetero&#8221; hinzugefügt, da sonst &#8220;weißer&#8221; für sich allein stehend, wahrscheinlich falsche Assoziationen wecken dürfte.</p>
 <p><a href="http://www.asaekante.de/?flattrss_redirect&amp;id=339&amp;md5=ff0e519a469bff0538d379c6bdbc398f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.asaekante.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Auswirkungen von Dominanz- und Machtstrukturen in einer hierarchischen Gesellschaft am Beispiel gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bei Mitarbeiter*innen von öffentlichen Verkehrmitteln in Deutschland</title>
		<link>http://www.asaekante.de/?p=331</link>
		<comments>http://www.asaekante.de/?p=331#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 10:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal sind Mitarbeiter*innen öffentlicher Verkehrsmittel durch von Fremdenhass geprägten Handlungen aufgefallen. Diesmal wurde eine junge Reisende durch die Bundespolizei aus dem Zug entfernt, da sie sich nicht im Besitz deutscher Ausweispapiere befand, welche die Gültigkeit ihres Tickets bezeugen sollten &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=331">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal sind Mitarbeiter*innen öffentlicher Verkehrsmittel durch von Fremdenhass geprägten Handlungen aufgefallen. Diesmal wurde eine junge Reisende durch die Bundespolizei aus dem Zug entfernt, da sie sich nicht im Besitz deutscher Ausweispapiere befand, welche die Gültigkeit ihres Tickets bezeugen sollten (siehe weiteres [<a href="#1">1</a>]).</p>
<p><span id="more-331"></span>Dabei ist dieser Vorfall nicht der erste dieser Art und sicher auch nicht der letzte. Da sind exemplarisch viele andere zu nennen, in denen sich Sexismus, Adultismus, Ableismus, Klassismus, Rassismus usw. usf. manifestieren. In den meisten Fällen sogar noch unter Einhaltung der Vorschriften.</p>
<p>Vor allem erschrecken dabei wohl vor allem die Fälle in denen Kinder und Jugendliche durch das Personal des Zuges geworfen werden (siehe eine Liste von Vorfällen [<a href="#2">2</a>]), da hier die Hilflosigkeit der betroffenen Personen durch Erinnerungen und eigene Erinnerungen noch in erster Ordnung nachvollzogen werden können.</p>
<p>Aber es kommen auch weitere Fälle von Rassismus hinzu, so dass Menschen die äußerlich erkennbar nicht der Mehrheitsgesellschaft angehören schikaniert, bedroht oder ihnen nicht geholfen wird (vergleiche [<a href="#3">3</a>]).</p>
<p>Dies ist eine Liste von sogenannten &#8220;Einzelfällen&#8221; in denen ein*e bestimmte*r Bahnmitarbeiter*in entgleist sein soll. Dabei deckt es sich mit meinen Erfahrungen mit bestimmten Mitarbeiter*innen der Deutschen Bahn, dass Schikanen und Ärgernisse sehr wohl an der Tagesordnung sind.</p>
<p>Vor allem in den Jahren ab 2002 bis 2005 wurden vor allem Studenten aus der LMU immer wieder schikaniert, dass die Bestätigung der Universität (für die Schüler-Zeitkarten) doch ausgefüllt, unterschrieben und gestempelt werden müsse. Durch ein Abkommen der Universität mit der Deutschen Bahn reichte aber ein Teil der maschinell erstellten Immatrikulationsunterlagen vollkommen aus, die Universität weigerte sich deshalb die Unterlagen zu unterschreiben und abzustempeln.</p>
<p>Hier lag eindeutig ein Verbotsirrtum der*des Mitarbeiters*in vor, welches ich aber als mutwilliges Ignorieren der Fakten interpretieren muss, da selbst nach mehrmaligen Hinweisen keine Besserung stattfand. Vielmehr ging die*der Mitarbeiter*in scheinbar weiter nach der Devise vor, probieren kann eins ja mal.</p>
<p>Zusammen mit den Vorkommnissen aus anderen Quellen wird hier ein systematisches Auftreten von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF, siehe auch [<a href="#4">4</a>]) sichtbar, dass ich hier vor allem mit der hierarchischen Struktur unserer Gesellschaft in Verbindung bringe.</p>
<p>Einer hierarchisch strukturierten Gesellschaft ist es zu eigen, dass nur wenige Individuen an der Spitze stehen und sich die Hierarchie nach unten hin Pyramidenförmig verbreitert. Dabei werden einmal eingenommene Positionen durch sogenanntes &#8220;treten nach unten&#8221; verteidigt und gleichzeitig versucht nach oben zu streben.</p>
<p>Die Mitarbeiter*innen eines großen Konzerns, wie die Deutsche Bahn eines ist, sind dabei meist ganz unten in der Hierarchie angesiedelt. Neben der Kontrollfunktion, die sie beim kontrollieren der Fahrkarten inne haben, sind sie als meist einzige Mitarbeiter*innen vor Ort das Hausrecht des Unternehmens in gewissem Umfang durchzusetzen. Dadurch kommen die Mitarbeiter*innen in eine Machtposition, die sie über die normalen Fahrgäste erhebt.</p>
<p>Meine These ist nun, dass Menschen, die sich vorher lange Zeit oder vollständig in niederpriviligierter Position befunden haben, jede Art des Machtzuwachses vollständig auszufüllen versuchen und sich davon auch erst wieder durch eine Zurechtweisung durch eine höhere Position im hierarchischen Gefügen abbringen lassen.</p>
<p>Die niederpriviligierte Position muss dabei nicht in erster Linie der Position in dem Konzern geschuldet sein, hierbei handelt es sich meist um ein Zusammenspiel der Positionen aus vielen Privilegienkategorien (Familie, Aussehen, Geschlecht, Gesellschaftsschicht, Herkunft usw.).</p>
<p>Um die Vorfälle von GMF zu reduzieren ist es meiner Meinung nach nicht allein damit getan, die Mitarbeiter*innen zu massregeln und auf Freundlichkeit zu schulen, wenn die grundlegenden Probleme nicht ebenfalls mit behandelt werden. Zum Beispiel innerhalb des Konzerns die Hierarchien zu verflachen, Mitarbeiter*innen proaktiv die Möglichkeit zum Empowerment geben, Selbstsicherheit stärken uvam.</p>
<p>Gesamtgesellschaftlich sollten die Fällen von GMF durch gerechte und faire Verteilung von Resourcen zurück gehen. Und die Anlagen zu GMF sind in jedem Menschen vorhanden, denn die Zivilisation ist oft nur eine dünne Patina, die den Menschen vom Tier trennt.</p>
<p>Dabei soll dieser Zusammenhang in keinster Weise die Handlungen der Mitarbeiter*innen entschuldigen oder relativieren. Das eigene Verhalten liegt (mit Einschränkungen einiger psychischer Erkrankungen) doch für jeden Menschen in der eigenen Hand. Oder etwas drastischer ausgedrückt: &#8220;Jedes entscheidet für sich selbst, ob es ein Arschloch ist…&#8221;</p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li>[<a name="1"></a>1] Der Rauswurf, Sven Becker, SPIEGELBlog. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/bahnkundin-ohne-deutschen-pass-von-polizei-abgefuehrt-a-894980.html">http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/bahnkundin-ohne-deutschen-pass-von-polizei-abgefuehrt-a-894980.html</a>. Abgerufen am 19.04.2013</li>
<li>[<a name="2"></a>2] Hilfe verweigert: Schaffner lässt Siebenjährigen auf Bahnsteig allein, lgr/dpa/dapd, Spiegel Online. <a href="http://www.spiegel.de/reise/deutschland/hilfe-verweigert-schaffner-laesst-siebenjaehrigen-auf-bahnsteig-allein-a-779556.html">http://www.spiegel.de/reise/deutschland/hilfe-verweigert-schaffner-laesst-siebenjaehrigen-auf-bahnsteig-allein-a-779556.html</a>. Abgerufen am 19.04.2013</li>
<li>[<a name="3"></a>3] Rassismus-Vorwürfe gegen die Deutsche Bahn, Tina Halberschmidt, Johannes Steger, Handelsblatt. <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/twitter-rassismus-vorwuerfe-gegen-die-deutsche-bahn/7065002.html">http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/twitter-rassismus-vorwuerfe-gegen-die-deutsche-bahn/7065002.html</a>. Abgerufen am 20.04.2013</li>
<li>[<a name="4"></a>4] Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) in evolutionärer Perspektive, Michael Blume, SciLogs. <a href="http://www.scilogs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/sozialdarwinismus/2013-04-14/gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit-gmf-in-evolution-rer-perspektive">http://www.scilogs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/sozialdarwinismus/2013-04-14/gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit-gmf-in-evolution-rer-perspektive</a>. Abgerufen am 19.04.2013</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.asaekante.de/?flattrss_redirect&amp;id=331&amp;md5=c2f397cfd0a12c3e1403737ee105771e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.asaekante.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das Asterisk-Gate</title>
		<link>http://www.asaekante.de/?p=325</link>
		<comments>http://www.asaekante.de/?p=325#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 14:27:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neues Gate erschüttert die Piratenpartei Deutschland mit Vehemenz, denn die Maskulinisten und Sexisten aller Couleur nehmen Anlauf um ihre vermeintliche Bastion zu halten, bevor sie im Feuersturm des Abendland verschlingenden und Kinder mordenden Sturms des Feminismus geschliffen wird. So &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=325">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neues Gate erschüttert die Piratenpartei Deutschland mit Vehemenz, denn die Maskulinisten und Sexisten aller Couleur nehmen Anlauf um ihre vermeintliche Bastion zu halten, bevor sie im Feuersturm des Abendland verschlingenden und Kinder mordenden Sturms des Feminismus geschliffen wird.</p>
<p><span id="more-325"></span>So scheint es um nichts anderes zu gehen, wenn eins die letzten Tage auf Twitter das hin und her verfolgte. Zuerst die #PiratinnenKon, die sich, zum Leidweisen einiger [<a href="#1">1</a>], eben nicht als Treffpunkt aller Feministischen Verschwörungszirkel von Reptiloiden Ausserirdischen entpuppte, auch wenn einige dies scheinbar wirklich glauben wollten.</p>
<p>Und jetzt wollen sie auch noch den Filter im Sync-Forum wieder entfernt haben [<a href="#2">2</a>]! Zeter! Mordio! Feuer! Feuer! Wir werden alle sterben!™</p>
<p>Im Rahmen meiner Diskussion, warum ich dies nicht in Ordnung finde sind mir zwei Argumente ansichtig geworden:</p>
<ul>
<li>Nicht alle Internet-Benutzer*innen können sich Browser-Plugins installieren, die ihnen die Gender* entfernen. (@crackpille, @Xeeleeuniversum [<a href="#3">3</a>, <a href="#4">4</a>, <a href="#5">5</a>, <a href="#6">6</a>])</li>
<li>&#8220;<em>man kann im Syncforum übrigens auch ganze Personen mittels Filter ausblenden, die man nicht lesen mag. Wie in jedem Forum und auf jeder ML</em>&#8221; (@schwan1 [<a href="#7">7</a>])</li>
</ul>
<p>Beide Argumente lassen eine deutliche kognitive Dissonanz erkennen. Und obwohl beide Argumente auf den ersten Blick sehr ähnlich klingen, sind ihre Implikationen sehr unterschiedlich.</p>
<p>Um das ersten Argument zu entkräften ist es sinnvoll sich den Porno-Filter in England anzuschauen. Dieser Filter wurde von der Regierung angeblich zum Schutz der Jugend eingeführt und auch hier galt, wer erwachsen ist muss sie nur melden und kann wieder Pornos schauen. Wie groß die Hemmschwelle für die betroffenen Personen sein dürfte sich semiöffentlich dazu zu bekennen Pornographie betrachten zu wollen, mag sich jedes selbst ausmalen. Aus diesem Grund und weil sich die Sperre leicht, sobald sie nur einmal installiert ist auch leicht missbrauchen lässt missliebigen Inhalt anderer Form auszufiltern ist die Piratenpartei Deutschland vehement gegen jede Art von Websperren!</p>
<p>Etwas anderes ist es, wenn eins sich daheim einen lokalen Webproxy oder eine GPO installiert um zu verhindern, dass der Nachwuchs aus versehen auf Gewalt usw stößt, oder um zu verhindern, dass eins selbst etwas zu sehen bekommt. Ja, auch Ad-Blocker sind Webfilter. Aber hier habe ich die Kontrolle über das, was gefiltert wird und wie es gefiltert wird. Damit ist der auch der Unterschied zwischen der provider- und der nutzerseitigen Filterung klar. Weiter erhärtet wird der Vergleich, dass der Filter sogar einen Monat lang standardmäßig aktiv war und aktiv ausgeschaltet werden musste.</p>
<p>Da stimmt doch was nicht! Auf der einen Seite machen wir uns gegen Websperren stark und auf der anderen Seite filtern wir selbst lustig vor uns hin. Aber hier zieht das zweite Argument. Denn das ganze geht noch eine Ebene tiefer, denn eine Filterung wäre vielleicht aufgefallen, aber hier werden Inhalte verfälscht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.</p>
<p>Durch das bereitstellen dieser Option setzten wir ein Zeichen und zwar ein politisches Zeichen. Wir regen uns alle – zu Recht – tierisch über irgendwelche Piraten-Flaggen auf, die bei Pro-X-Demonstrationen zu sehen sind, weil sie eben ein Zeichen setzen, dass die Piraten mit diesen Leuten sympathisieren würden. Dass dies nur einzelne sind interessiert dann nicht mehr. Und so ist es auch mit dem Gender-Filter.</p>
<p>Wir hatten erst eine wirklich Erfolgreiche #PiratinnenKon, bei der sich viele wunderbare Menschen eingebracht und auch eine neue Kongressform erfolgreich getestet haben. Das interessiert jetzt auf einmal nicht mehr solange sich auch noch Menschen aus der ersten Reihe vor diese &#8220;Pro-Sexismus-Flagge&#8221; stellen!</p>
<p>Und nicht nur das. Sehr viel unserer Kommunikation läuft über die Mailinglisten der Partei und jetzt werden die Daten für Forum-Lesende manipuliert und eine Meta-Ebene aus der Botschaft heraus gefiltern. Unterschiedliche Parteien in der Kommunikation sehen unterschiedliche Fakten.</p>
<p>Ich hab im Rahmen der oben genannten Konferenz ein paar mal den Satz gelesen: &#8220;Mit euerm Gender- und Feminismuskram macht ihr die Arbeit von tausend tollen Leuten kaputt!&#8221; Diesen Leuten möchte ich entgegen stellen, dass sie mit ihrem Hass und ihrer Verbohrtheit andere weiterhin zu verletzen und zu diskriminieren, die Arbeit der gesamten Gesellschaft zerstört und auch euch selbst!</p>
<p><strong>Quellen</strong>:</p>
<p style="padding-left: 30px;">[<a name="q1"></a>1]: Eindrücke von der PiratinnenKon, Flaschenpost, Nicole <a href="https://twitter.com/dyfustic">@dyfustic</a> Britz und Emmanuelle <a href="https://twitter.com/deuxcvsix">@deuxcvsix</a> Roser. <a href="http://flaschenpost.piratenpartei.de/2013/04/09/eindrucke-von-der-piratinnenkon/">http://flaschenpost.piratenpartei.de/2013/04/09/eindrucke-von-der-piratinnenkon/</a>. Abgerufen am 10.04.2013</p>
<p style="padding-left: 30px;">[<a name="q2"></a>2]: SyncForum »unterdrückt« auf Wunsch »Darstellung von Genderformen«, Popcornpiraten. <a href="http://popcornpiraten.de/syncforum-unterdruckt-auf-wunsch-darstellung-von-genderformen/">http://popcornpiraten.de/syncforum-unterdruckt-auf-wunsch-darstellung-von-genderformen/</a>. Abgerufen am 10.04.2013</p>
<p style="padding-left: 30px;">[<a name="q3"></a>3]: @Xeeleeuniversum. Twitter. <a href="https://twitter.com/Xeeleeuniversum/status/321966891629428737">https://twitter.com/Xeeleeuniversum/status/321966891629428737</a>. Abgerufen am 10.04.2013</p>
<p style="padding-left: 30px;">[<a name="q4"></a>4]: @crackpille. Twitter. <a href="https://twitter.com/crackpille/status/321967524684103680">https://twitter.com/crackpille/status/321967524684103680</a>. Abgerufen am 10.04.2013</p>
<p style="padding-left: 30px;">[<a name="q5"></a>5]: @Xeeleeuniversum. Twitter. <a href="https://twitter.com/Xeeleeuniversum/status/321968120535318529">https://twitter.com/Xeeleeuniversum/status/321968120535318529</a>. Abgerufen am 10.04.2013</p>
<p style="padding-left: 30px;">[<a name="q6"></a>6]: @crackpille. Twitter. <a href="https://twitter.com/crackpille/status/321968365524639744">https://twitter.com/crackpille/status/321968365524639744</a>. Abgerufen am 10.04.2013</p>
<p style="padding-left: 30px;">[<a name="q7"></a>7]: @Xeeleeuniversum. Twitter. <a href="https://twitter.com/schwan1/status/321970341855510528">https://twitter.com/schwan1/status/321970341855510528</a>. Abgerufen am 10.04.2013</p>
<p style="padding-left: 30px;">
 <p><a href="http://www.asaekante.de/?flattrss_redirect&amp;id=325&amp;md5=17f073e6ef1318b0cfe00553e2ee528f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.asaekante.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Der Begriff Postgender ist gefährlich</title>
		<link>http://www.asaekante.de/?p=316</link>
		<comments>http://www.asaekante.de/?p=316#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Mar 2013 14:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich der Einladung zur PiratinnenKon [1], die vom 6. – 7. April 2013 in Berlin stattfinden wird, hat sich eine Diskussion über Ausgrenzung und Diskriminierung entfaltet. Diese Diskussion dreht sich vor allem darum, dass am ersten Tag von den Veranstalter*innen &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=316">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Einladung zur PiratinnenKon [<a href="#q1">1</a>], die vom 6. – 7. April 2013 in Berlin stattfinden wird, hat sich eine Diskussion über Ausgrenzung und Diskriminierung entfaltet.</p>
<p><span id="more-316"></span>Diese Diskussion dreht sich vor allem darum, dass am ersten Tag von den Veranstalter*innen gewünscht wird, dass sich nur dem Thema positiv eingestellte Menschen einfinden mögen um mit der Thematik konstruktiv arbeiten zu können.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;An Tag 1 sind deshalb alle Frauen, Queer und alle an der Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft interessierten Menschen eingeladen.&#8221;</em> [<a href="#q1">1</a>]</p>
<p>Die dabei vor allem gegen die Organisator*innen erhobenen Vorwürfe richten sich dabei vor allem darauf, dass durch die Beschränkung auf Feminist*innen viele Diskutant*innen ausgeschlossen werden. Hinzu kommt der Vorwurf, dass der Feminismus die binären Geschlechterrollenbilder nur noch weiter zementieren würde wo doch eine Postgender-Gesellschaft wünschenswert wäre.</p>
<p>Zum ersten Vorwurf, der Eingrenzung der Personen, die am ersten Tag eingeladen sind will ich nur auf den Hass und die unmenschliche Verachtung hinweisen, die der Vater eines vierjährigen Kindes erfahren musste [<a href="#q2">2</a>], weil er es gewagt hat, für seine Tochter das Spiel Donkey-Kong so zu hacken, dass statt seine Tochter Pauline Mario retten kann statt anders herum [<a href="#q3">3</a>]. Und wem das noch nicht reicht, dem lege ich folgendes Video mit Anita Sarkeesian ans Herz in dem sie von dem Hass spricht, der ihr allein deswegen entgegen geschlagen ist, nur weil sie eine Serie über Sexismus in Videospielen produzieren wollte [<a href="#q4">4</a>]:</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/GZAxwsg9J9Q?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Jeder Mensch mit ein bisschen Empathie sollte deshalb verstehen, warum es geradezu lebensnotwendig für eine Gruppe von Menschen ist, die gegen solche Zustände angeht Rückzugsräume zu haben. Und zwar Rückzugsräume in denen mensch ungestört arbeiten kann ohne sich ständig die gleichen ermüdenden Kämpfe gegen zum Beispiel Maskulinisten oder Mansplainern hin geben zu müssen.</p>
<p>Der zweite Vorwurf ist in meinen Augen sogar noch Absurder, denn ich denke nur eine marginale Minderheit im Kreise der Feminist*innen wünscht sich statt des Patriarchats ein Matriarchat herbei und arbeitet im Geheimen darauf hin. Tut mir leid das so sagen zu müssen, aber das sind kleine Kinderfantasien in denen es nur schwarz und weiß gibt. Vor allem in diesem Kontext: Veranstaltung der Piratenpartei Deutschlands, Einbeziehung von Menschen jeglichen Genders, die das Sexismusproblem in der Gesellschaft sehen und etwas dagegen unternehmen wollen zeigt doch die pluralistische Grundhaltung der Veranstaltung auf.</p>
<p>Vor allem stört mich aber der, immer und immer wieder hervorgeholte, Begriff Postgender, der eigentlich so schon von Lavinia Steiner und yetzt auf der openmind 12 in Kassel in einem Vortrag auseinander genommen wurde [<a href="#q5">5</a>]:</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/KenqcTL7cbc?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich will an dieser Stelle mal einen Vergleich aus dem Handwerk bemühen um zu erklären, warum es nicht sinnvoll ist jetzt schon Postgenerismus auszurufen: Wenn mensch sich eine Schachtel mit Schrauben anschaut, die wild unsortiert und durcheinander drin liegen gibt es da Schlitzschrauben, Kreuzschlitzschrauben, Sechskantschrauben, Torxschrauben usw. Natürlich wäre mir lieber es gäbe nur eine Art von Schrauben, da jeder Schreibendreher/-zieher (such&#8217;s dir aus) viel Geld kostet. Aber jetzt auf den Boden zu stampfen und zu sagen, ab jetzt gibt es nur noch Superschrauben, bringt spätestens beim nächsten Baumarktbesuch ein böses erwachen.</p>
<p>Übersetzt in die wirkliche Welt heißt das für mich, selbst wenn ich mich selbst nicht mehr als Mann oder Frau oder Eichhörnchen oder &#8220;*&#8221; sehen will gelingt mir dass vielleicht noch maximal in meiner Peergroup, sofern sie Aware genug ist. Aber spätestens auf der Straße werde ich wieder mit den gesellschaftlichen sexistischen Rollenbildern konfrontiert. Da kann ich noch so sehr mit dem Fuß aufstampfen und mir wünschen, dass ich jetzt ein rosa Einhorn sein will. Für die meisten Menschen gibt es aber das Geschlecht &#8220;rosa Einhorn&#8221; nicht.</p>
<p>Was es aber gibt, ist eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, meiner Sexualität, der Rasse, der Religion, des Aussehens, der Klasse usw. usf. Und diese Diskriminierung schafft sich nicht von selber ab, nur weil ich jetzt sage, ich bin weder Fleisch noch Fisch. Für all die anderen Menschen bin ich weiterhin ein weißer Mann. Und das kann ich nur ändern indem ich anderen Menschen zeige, dass es diese Diskriminierung gibt und woher sie kommen.</p>
<p>Und darum geht es in dieser Konferenz! Um das sichtbar machen. Und wenn du dich ausgegrenzt fühlst, weil du lieber ein &#8220;rosa Einhorn&#8221; sein willst, dann kommt mit und hilf mit das sichtbar zu machen, statt drauf rum zu reiten, dass es Menschen gibt, die sich als Frauen sehen.</p>
<p>— Edit #1 —</p>
<p>Aber mit dem Postgenderismus berauben wir uns eines wichtigen Werkzeugs, wenn wir behaupten es gibt gar keine Geschlechter mehr, dann können wir auch nicht mehr auf die mit dem Geschlecht einhergehenden Diskriminierungen aufmerksam zu machen. Dabei schließe ich nicht aus, dass der Feminismus an sich auch diskriminierend wahrgenommen werden kann und wird. Dazu sind sind die diskriminierenden Machtstrukturen zu tief in unserer Gesellschaft verankert, als dass wir meinen könnten sie durch Aufhebung einer Ebene bereits überwunden zu haben. Es sei dabei nur an die Critical-Whiteness-Debatte im Rahmen der Slutwalks 2012 erinnert [<a href="#q6">6</a>]. Aber sollte diese Diskriminierung nicht mit dieser Veranstaltung abzudecken zu sein, so muss sie dennoch angesprochen werden ohne dieser Veranstaltung die Legitimation ab zu erkennen.</p>
<p>Diskriminierungen zu werten und gegeneinander auszuspielen ist ein beliebtes Machtmittel um Kräfte zu binden und zu rerailen.</p>
<p>Verdammte Kacke nochmal! (Sorry, das musste jetzt sein!)</p>
<p>PS: Und nationalistische Kackscheiße geht gar nicht! Sie sind raus! (Nein! Kein Link!)</p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.youtube.com/watch?v=JeXDNg7scyU">Donkey Kong: Pauline Edition</a>, YouTube, aufgerufen am 17.03.2013</li>
<li><span style="line-height: 16px;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=X6p5AZp7r_Q">Damsel in Distress: Part 1 &#8211; Tropes vs Women in Video Games</a>, YouTube, aufgerufen am 17.03.2013<br />
</span></li>
</ul>
<p><strong>Quellen</strong></p>
<ul>
<li><span style="line-height: 16px;">[<a name="q1"></a>1]: <a href="http://berlin.piratenpartei.de/2013/03/05/einladung-zur-piratinnenkon-am-6-7-april-2013-in-berlin/">Einladung zur PiratinnenKon auf der Seite des Berliner LV der Piratenpartei Deutschlands</a>, aufgerufen am 17.03.2013</span></li>
<li>[<a name="q2"></a>2]: <a href="http://femgeeks.de/the-good-the-bad-the-ugly/">The good, the bad, the ugly</a>, Femgeeks, aufgerufen am 17.03.2013</li>
<li>[<a name="q3"></a>3]: <a href="http://femgeeks.de/kleine-hacks-die-das-leben-schoner-machen/">Kleine Hacks, die das Leben schöner machen</a>, Femgeeks, aufgerufen am 17.03.2013</li>
<li>[<a name="q4"></a>4]: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GZAxwsg9J9Q">Anita Sarkeesian at TEDxWomen 2012</a>, YouTube, aufgerufen am 17.03.2013</li>
<li>[<a name="q5"></a>5]: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KenqcTL7cbc">#om12 Peak Postgender &#8211; Lavinia Steiner und yetzt</a>, YouTube, aufgerufen am 17.03.2013</li>
<li>[<a name="q6"></a>6]: <a href="http://blog.derbraunemob.info/2012/09/22/was-das-problem-an-den-slutwalks-ist/">Was das Problem an den Slutwalks ist</a>, Der schwarze Blog, aufgerufen am 17.03.2013</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.asaekante.de/?flattrss_redirect&amp;id=316&amp;md5=129d121656b128d857ce4dff3d06f6a3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.asaekante.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wo Satire nicht alles darf…</title>
		<link>http://www.asaekante.de/?p=312</link>
		<comments>http://www.asaekante.de/?p=312#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2013 16:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Unsortiertes]]></category>

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		<description><![CDATA[…oder warum &#8220;Das ist ja alles Mädchenkram&#8221; kein angemessenes Stilmittel ist. Im Verlauf der heute-show vom 08.03.2013 wurden öfters mal sexistische Stereotypen verwendet, wobei mir vor allem der oben genannte Satz negativ in Erinnerung geblieben ist. So wurde der Beitrag &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=312">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>…oder warum &#8220;Das ist ja alles Mädchenkram&#8221; kein angemessenes Stilmittel ist.</p>
<p><span id="more-312"></span></p>
<p>Im Verlauf der heute-show vom 08.03.2013 wurden öfters mal sexistische Stereotypen verwendet, wobei mir vor allem der oben genannte Satz negativ in Erinnerung geblieben ist. So wurde der Beitrag &#8220;knoffhoff-heute-show&#8221; über das Fracking mit dem Satz eingeleitet: &#8220;Energie für Männer; Wasser, Sonne, Wind, ist doch alles Mädchenkram…&#8221;.</p>
<p>Nachdem ich auf Twitter geschrieben habe, dass ich schon finde, dass die Sendung vor Sexismen strotzt, wurde mir vor allem entgegen geworfen, dass dies doch das Stilmittel der Satire sei und das Satire alles dürfe.</p>
<p>Das sehe ich deutlich anders und will nochmal ausführlich erklären, warum ich hier anderer Meinung bin. Allein der oben genannte Satz reproduziert in seiner Struktur eine Zweiwertigkeit dir durch Gender-Identifikation zum Ausdruck kommt. Auf der einen Seite das Männliche, das Starke, das Unbekannte (weil nicht weiter ausgeführt) und auf der anderen Seite werden die Energiequellen Sonne, Wasser und Wind mit der weiblichen Identifizierung als minderwertig abgestempelt. Da dies noch nicht reicht, werden sie zudem als &#8220;Kram&#8221; bezeichnet, was eine weitere Abwertung beinhaltet. Außerdem findet noch eine Infantilisierung statt, womit das Weibliche noch mehr abgewertet wird.</p>
<p>Problematisch ist hier, dass es eben nicht um dieses Machtgefälle geht, dass hier persifliert werden soll sondern um einen ganz anderen Kontext, womit der Sexismus zu einem einfachen Stilmittel degradiert wird. Dabei reproduziert und manifestiert er durch seine Verwendung eben diesen Sexismus. Das Weibliche ist schwächer und weniger wert als das Männliche, wobei durch die Infantilisierung gerade die per Gender als weiblich Identifizierte Objekte weiter abgewertet werden.</p>
<p style="text-align: left;">Und eben hier sehe ich die Verantwortung, die Satire hat. Denn gerade am Weltfrauentag hätte ich mir ein bisschen mehr Feingefühl erwünscht. So hätte die oben genannte Szene ohne weiteres ihren Reiz auch behalten können, wäre das &#8220;ist doch alles Mädchenkram&#8221; durch &#8220;ist doch alles für Weicheier&#8221; ersetzt worden. Hier hätte kein Sexismus stattgefunden und die Aussage wäre trotzdem erhalten geblieben (und warum dies kein Sexismus ist, kann man bei <a title="Sexismus gegen Männer" href="http://anarchorobben.blogsport.de/?p=23">anarchorobben.blogsport.de</a> nachlesen).</p>
 <p><a href="http://www.asaekante.de/?flattrss_redirect&amp;id=312&amp;md5=3d77e06fbc9cd6cd1e68a58cbb93e5b9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.asaekante.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Mehr Kuchen bitte…</title>
		<link>http://www.asaekante.de/?p=310</link>
		<comments>http://www.asaekante.de/?p=310#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 09:30:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem erscheinen des frisierten geschönten Armutsberichts der Bundesregierung wird Offline und Online diskutiert, wie stark vor allem der Einfluss der FDP darauf war, vor allem kritische Passagen aus dem Bericht zu streichen. Dabei wird der Regierung vorgeworfen, die Wahrheit zu &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=310">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem erscheinen des <del>frisierten</del> geschönten Armutsberichts der Bundesregierung wird Offline und Online diskutiert, wie stark vor allem der Einfluss der FDP darauf war, vor allem kritische Passagen aus dem Bericht zu streichen.</p>
<p>Dabei wird der Regierung vorgeworfen, die Wahrheit zu verdrehen und mit Absicht ins Gegenteil zu verkehren. Vielleicht ist aber viel weniger Absicht dahinter als mensch meint. Ich glaube, viele der Protagonist*innen sehen tatsächlich den momentanen Zustand so, wie er im Armutsbericht abgebildet ist.</p>
<p><span id="more-310"></span></p>
<p>Wenn mensch sich die einzelnen Kritikpunkte ansieht kann man ganz deutlich eine andere Lebenswirklichkeit erkennen. Zum Beispiel das &#8220;Mali-Argument&#8221;: &#8220;Wo anders [meistens wird hier Mali genannt] geht es den Leuten doch viel schlechter als bei uns.&#8221; Ja, das stimmt. Das gebe ich unumwunden zu. Und Menschen die am Fuß eines Vulkans leben, auf die eine pyroklastische Wolke zurollt sind bald sehr tot… Ich mein, was nützt dieses Argument außer zu relativieren? Was kommt als nächstes wenn wir Zustände wie in Mali haben? Vielleicht sowas: &#8220;Schaut nach Somalia, im Vergleich zu Somalia gehts uns ja noch richtig gut…&#8221; Von dem kolonialistischen Denken, dass sich in diesen Aussagen manifestiert ganz zu schweigen lenkt sie davon ab, dass wir auf unsere Situation wesentlich mehr Einfluss haben als auf eine weiter entfernte. Es ist leichter, gegen die relative Armut hier etwas zu unternehmen als weit entfernt. Was jetzt nicht heißt, dass wir die Armut der wirklich armen Regionen der Welt aus dem Auge verlieren dürfen. Aber das Ablenken damit schadet uns und tut auch diesen Regionen keinen gefallen.</p>
<p>Meist folgt dann noch das Argument, dass viel mehr Menschen in einem Lohnbeschäftigungsverhältnis stehen als noch vor Jahren. Das mag auch stimmen, wenn man die Arbeitsplätze mit einem Stundensatz unter 8,– EUR/Std. überhaupt mitrechnet und nicht, wohl berechtiger weise, als modernes Sklaventum bezeichnet. Warum sind immer mehr Menschen in solchen geringfügig bezahlten Beschäftigungsverhältnissen? Zum einen ist es sicher so, dass durch die zunehmende Automatisierung immer mehr Arbeitsplätze einfach weg gefallen sind und somit ein Überangebot von Arbeitskräften für einfache Jobs die Stundensätze deutlich gedrückt hat. Das hat unter anderem vor allem auch die damalige Regierung Schröder unter Rot-Grün mit ihrer unmenschlichen Agenda 2010 zu verantworten. Denn erst durch die Hartz IV-Gesetze konnten Langzeitarbeitslose in Jobs gezwungen werden, egal wie niedrig sie bezahlt werden (1-Euro-Jobs) und egal wie erniedrigend sie sind (Russische Ingenieur*innen als Putzkräfte – soviel zum vielzitiertem Fachkräftemangel).</p>
<p>Und als letztes aber eigentlich als wichtigsten Punkt sollte mensch sich die Aussage &#8220;aber das sehen wir anders&#8221; genau betrachten. Ich glaube nämlich, dass hier der eigentliche Knackpunkt an der ganzen Sache versteckt liegt. Philipp Rösler nur beispielhaft für sicher viele weitere sagt hier etwas von dem ich überzeugt bin, dass er vollkommen recht hat. In seiner Wahrheit. Jedes Weltbild wird vor allem durch Wahrnehmungen bestimmt und letztendlich können wir als Menschen niemals wie wirkliche Wahrheit wahrnehmen, weil alles was wir erleben und fühlen, sehen und riechen nur zwischen unseren Ohren statt findet. Dies ist auch der Grund, warum einmal die Wissenschaft erfunden wurde, weil wir unseren Grauen Zellen zwischen Ohren eben nicht trauen können. Ist so! Leider…</p>
<p>Bevor ich vor 10 Jahren einmal eine damalige Bekannte in einer Arbeitersiedlung in Bochum besuchte wusste ich auch nicht, dass es Armut gibt. Es war mir vollkommen unbekannt. Ich komme vom Land und noch dazu aus einem der reichsten Touristischen Landkreise Deutschlands. Ich kannte das nicht, uns salopp gesagt gibts das hier nicht. Aber ich habe erkannt, dass es eine Welt außerhalb der meinen gibt. Und ich glaube, diesen Besuch haben die Rösslers und wie sie nicht alle heißen nie gemacht. In ihrem Deutschland ist auf dem Konto am Ende des Monats immer noch mindestens eine Mille Plus, kaufen ein wann und wo sie wollen und nehmen kein Geld mehr in die Hand… Warum auch? Ist ja immer genügend auf dem Konto, da muss mensch nicht mehr wissen, was irgendwas kostet, wird schon passen.</p>
<p>Diese Menschen leben schon in einer Art Reichtumssozialismus weil es dann eh schon egal ist wie viel man besitzt… Das es aber Menschen gibt, die sich nicht mal Brot kaufen können, Flaschen sammeln müssen um überhaupt den Tag zu überstehen, das passt nicht in ihre Welt, das gibt es einfach nicht und wenn dann nur solche Einzelfälle, als jemand so viele Flaschen gesammelt hab, dass er sogar Steuern zahlen musste und in Urlaub nach Malle fliegt. Diese Einzelfälle bestärken sie dann wieder in ihrem Glauben, dass es uns doch allen gut geht und man nur gewitzt genug sein muss um alles erreichen zu können… Was für eine Lüge!</p>
<p>Nach meinem Gefühl wurde der Gesellschaftsvertrag etwa um 1990 herum einseitig gekündigt. Seit dem wächst die Differenz zwischen den Einkommen der oberen 10% und dem Rest der Bevölkerung immer weiter. Der große Gegenentwurf des Kommunismus im Osten war nicht mehr. Eigentlich war er genau genommen schon kurz nach der Oktoberrevolution bereits keiner mehr, weil er am menschlichen Naturell gescheitert ist.  Und so konnte dich der &#8220;Raubtierkapitalismus&#8221; des Westens frei ausbreiten. Lange haben wir von diesem Schisma nichts mitbekommen, da die Kluft nicht zu breit war aber langsam wird es unerträglich. Zum teil manifestiert sich das auch immer mehr in unserer aktuellen Diskussionskultur, die immer mehr durch Schreien, Anpöpeln und sonstiger verbaler und non-verbaler Gewalttätigkeiten geprägt ist.</p>
<p>Behält man das Bild im Kopf eines Boots, das auf See auseinander bricht so kann mensch anfangs noch ganz bequem von einem zum anderen Teil springen. Wenn der Riss aber immer größer und größer wird, muss man sich zurufen und mittlerweile fühlt es sich so an, als würden wir uns so weit voneinander entfernt haben, dass nur noch schreien hilft, da wir sonst nicht wahrgenommen werden und vice versa.</p>
<p>In diesem Sinne hoffe ich, dass es noch nicht zu spät ist, gefragt wurde ja schon einmal warum die Armen denn keinen Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben… Der Ausgang ist bekannt und kann in jedem Geschichtsbuch nachgelesen werden…</p>
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		<title>Wie ich heute versagt habe…</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Feb 2013 13:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tagtägliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hatte ich beim Mittagessen eine lange Diskussion über Homophobie, Lookismus, Heteronormativität und Diskriminierungen. Und ich habe versagt. Ich will nicht beschreiben, was der Auslöser der Diskussion war, wie sie verlaufen ist und welche Argumente gefallen sind. Mir geht es &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=301">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatte ich beim Mittagessen eine lange Diskussion über Homophobie, Lookismus, Heteronormativität und Diskriminierungen. Und ich habe versagt.</p>
<p><span id="more-301"></span>Ich will nicht beschreiben, was der Auslöser der Diskussion war, wie sie verlaufen ist und welche Argumente gefallen sind. Mir geht es vor allem darum, dass ich zum Schluss nichts mehr außer einer Beleidigung wusste.</p>
<p>Eine Diskriminierung wurde mit der anderen Diskriminierung gerechtfertigt, es wurde Derailing betrieben und was es der verschiedenen rhetorischen Mittel noch gibt, um zu rechtfertigen weiter diskriminieren zu dürfen. Und als dann behauptet wurde, dass sich die Ketchup-Soße diskriminiert fühlt, weil sie nicht aufgegessen wurde, oder der Schnee, weil man auf ihm läuft ist, mir der Kragen geplatzt und wurde beleidigend.</p>
<p>Dadurch, dass ich mir nicht mehr anders als durch eine persönliche Beleidigung zu helfen wusste, habe ich viel mehr versagt, als nur in diesem einen Moment und in dieser Diskussion. Ich habe eigentlich meine ganze Diskussion, alle Argumente und Punkte nicht nur für heute sondern für sehr lange Zeit einfach ungültig gemacht.</p>
<p>Wie soll ich in Zukunft argumentieren können, ohne dass mir vorgeworfen werden kann selbst ja zu beleidigen und selbst ja zu diskriminieren? Niemensch ist perfekt und doch wird es von uns erwartet, die gegen Diskriminierung kämpfen.</p>
<p>Aber eins habe ich aus der Situation gelernt: Wenn ich mit Argumenten nicht mehr weiter komme, keine Einsicht zu sehen ist breche ich das Gespräch ab. Das schont dann vor allem auch meine Nerven.</p>
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		<title>Lass uns mal über Quote reden… oder warum Frauen nicht in die Politik gehen wollen</title>
		<link>http://www.asaekante.de/?p=287</link>
		<comments>http://www.asaekante.de/?p=287#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2012 17:18:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende 20.10. bis 21.10.2012 wurden auf der Aufstellungsversammlung Bundestagswahlliste zur Bundestagswahl 2013 (in dieser Reihenfolge) Bruno Kramm, Alexander Bock, Andi Popp, Stefan Körner, Patrick Linnert, Claudius Roggenkamp auf die ersten sechs Plätze gewählt. Diese sechs Kandidaten werden auf jeden &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=287">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende 20.10. bis 21.10.2012 wurden auf der Aufstellungsversammlung Bundestagswahlliste zur Bundestagswahl 2013 (in dieser Reihenfolge) Bruno Kramm, Alexander Bock, Andi Popp, Stefan Körner, Patrick Linnert, Claudius Roggenkamp auf die ersten sechs Plätze gewählt. Diese sechs Kandidaten werden auf jeden Fall in den Bundestag einziehen, wenn die Piratenpartei Deutschland über die 5%-Hürde kommt. Die einzigen weiblichen Kandidatinnen folgen dann auf Platz sieben – Theresa Kienlein und acht – Nicole Britz sowie Beate Kesper und Miriam Lakemann auf Platz zwölf und dreizehn [<a href="#PiratenpadzurBlaBY">Piratenpad zur BlaBY</a>]. Ich gratuliere den Kandidat*innen und wünsche ihnen einen erfolgreichen Wahlkampf.</p>
<p><span id="more-287"></span></p>
<p><strong>Quote bei den Piraten</strong></p>
<p>Allerdings gibt es mehrere Punkte und Ereignisse, die auf der Aufstellungsversammlung (AV) und darum passiert sind, über die gesprochen werden sollte. Zum einen wurden den weiblichen Kandidatinnen auf der AV sehr einseitige Fragen im Bezug auf „Frauenthemen“ gestellt. Speziell eine Kandidatin wurde meiner Meinung nach, durch Fragen in Bezug auf ihr Engagement in Gleichberechtigung und Feminismus angegangen. Das ist auch im Piratenwatch zu sehen:</p>
<p>Nicole Britz: Suggestivfrage – „Frauen sind ja in der Piratenpartei bisher nicht gerade positiv aufgefallen“, Familie und Kinder – „welche Verbesserungen wirst Du im Bundestag für Familien mit Kindern unterstützen und voranbringen?“ [<a href="#PiratenwatchNicoleBritz">Piratenwatch – Nicole Britz</a>]</p>
<p>Beate Kesper: Zwei Fragen zur Quote. [<a href="#PiratenwatchBeateKesper">Piratenwatch – Beate Kesper</a>]</p>
<p>Miriam Lakemann: Suggestivfrage – „Frauen sind ja in der Piratenpartei bisher nicht gerade positiv aufgefallen“, zwei Fragen zur Quote (Fragen zur Familienpolitik wurden hier nicht gezählt, da dies ein Spezialgebiet der Kandidatin ist). [<a href="#PiratenwatchMiriamLakemann">Piratenwatch – Miriam Lakemann</a>]</p>
<p>Letztendlich sollte es solcher Instrumente wie der Quote in einer aufgeklärten und emanzipierten Gesellschaft nicht bedürfen. Aber zeigt nicht gerade auch die ständige Diskussion darüber doch ein aufs andere mal die Notwendigkeit eines solchen Mittels um die gesellschaftsimmanente Benachteiligung bestimmter Gruppen auszugleichen? Leider werden gerade in solchen Diskussionen gerne auch Nebelkerzen gezündet um das Thema lächerlich zu machen:</p>
<p style="padding-left: 30px;">@frl_sm1lla: „Männer! Frauen! Rote Haare, grüne Haare, blaue Haare, Brillenträger, Briefträger #quoten #avby #blaby“. [<a href="#Twitterfrlsm1lla1">Twitter – @frl_sm1lla-1</a>]</p>
<p>Es sind immer wieder die gleichen Derailing-Mechanismen, die man*frau in solchen Diskussionen zu hören bekommt. Darum auch die harsche Antwort von mir auf diesen Tweet:</p>
<p style="padding-left: 30px;">@Xeeleeuniversum: „@frl_sm1lla Das Argument ist doch Blödsinn! Wo werden Menschen mit Brillen oder Briefträger systematisch Diskriminiert? Bullshit!“ [<a href="#TwitterXeeleeuniversum1">Twitter – @Xeeleeuniversum-1</a>]</p>
<p>Ziel muss eine Gesellschaft sein, in der es keine Mechanismen wie die Quote mehr braucht. Aber diese Gesellschaft erreichen wir nicht, indem wir die Augen schließen und uns vorstellen, dass sich die Probleme auf magische Weise in Luft auflösen. Das ist infantil und macht die Probleme durch Tabuisierung nur noch schlimmer, während die darunter liegenden *ismen fröhliche Urstände feiern.</p>
<p><strong>Zusammensetzung der Kandidat*innenliste</strong></p>
<p>Das Problem ist doch viel tief liegender wobei die Zusammensetzung der Kandidat*innenliste schon ein Zeichen ist, dass hier etwas schief liegt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">@Xeeleeuniversum: „Das frauenfeindliche Klima und das Problem damit fängt doch schon damit an, dass nur 4 Frauen (65 ges.) kandidiert haben! #blaby/#avby“. [<a href="TwitterXeeleeuniversum2">Twitter – @Xeeleeuniversum-2</a>]</p>
<p>Aus meiner Aussage, hat sich eine Diskussion entwickelt auf die ich hier im einzelnen eingehen möchte. Denn auch, wenn</p>
<p style="padding-left: 30px;">@anna_vero_: „[…] manche frauen [sic] andere prioritäten [sic] setzen reflektieren ob sie wirklich schon bereit dafür sind […]“. [<a href="#Twitterannavero1">Twitter – @anna_vero_-1</a>]</p>
<p>Ist dies ja auch nur ein weiteres Symptom in unserer Gesellschaft, dass es zu einer Diskriminierung bezüglich des Geschlechts und Rollen kommt. Denn betrachtet man das Verhältnis von Kandidaten zu Kandidatinnen mit Schätzungen den Mitgliederverteilungen in der Piratenpartei (die das Geschlecht der Mitglieder nicht erfasst), sieht man eine deutliche Schieflage.</p>
<p>Umfrage des Kegelklubs vom 08.03.2012:</p>
<p align="CENTER">76% Männer, 18% Frauen. [<a href="#GenderumfragedesKegelklubs">Genderumfrage des Kegelklubs</a>]</p>
<p>Geschlechterverteilung in der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland:</p>
<p align="CENTER">49% Männer, 51% Frauen. [<a href="#CIATheWorldFactbook">CIA – The World Factbook</a>]</p>
<p>Das Verhältnis auf der AV-Bayern 2012:</p>
<p align="CENTER">94% Männer, 6% Frauen. [<a href="#PiratenpadzurBlaBY">Piratenpad zur BlaBY</a>]</p>
<p>Aber daraus jetzt die Forderung abzuleiten, jetzt „müsste [sich] jede Piratin automatisch für Ämter und Mandate zur Verfügung [stellen] und das ungeachtet der persönlichen Präferenzen“ [<a href="#Kandidiertgefaelligst&quot;">Kandidiert gefälligst</a>], geht am Thema und dem eigentlichen Problem vorbei. Aber momentan muss sich selbst ohne Quote fast jede Frau den Vorwurf anhören nur deswegen gewählt worden zu sein, weil sie eine Frau ist.</p>
<p>Aber woher kommt diese Differenz? Hätten nun alle Menschen in der Bevölkerung die gleichen Möglichkeiten zur Teilhabe und freien Entfaltung, sollte sich diese Bevölkerungsverteilung im Rahmen der statistischen Abweichungen auf die Listen und Kandidatenaufstellungen abbilden. Betrachtet man aber die Zusammensetzung der meisten gesellschaftlich relevanten Gruppen wie zum Beispiel Bundestag, Aufsichtsräte, Vorstände, usw. sieht man eine signifikant überproportionale Verschiebung der Anteile hin zu den Männern. Und dies weißt sehr deutlich auf eine systematische Benachteiligung der Frauen in der Gesellschaft hin.</p>
<p><strong>Ursachen und Lösungsansätze</strong></p>
<p>In der Hauptsache zielen alle Lösungsansätze darauf ab, allen Bevölkerungsgruppen die gleichberechtigte Möglichkeit zur Partizipation zu geben. Um dies zu erreichen muss man sich zu erst die Ursachen dafür anschauen, warum sich ganze Bevölkerungsschichten ausgegrenzt fühlen.</p>
<p>Zuerst sind da, die bereits oben angesprochenen Vorwürfe, die auch ein Ausdruck einer starken Neid-Haltung sind. In diesem Zusammenhand wird da auch gern mit irgendwelchen Boni im Zusammenhang mit primären oder sekundären Geschlechtsmerkmalen argumentiert. Wobei auch hier gilt, je mehr es verletzt, desto besser. Welches Bild dieses Hauen uns Stechen auf unsere Gesellschaft wirft überlasse ich jedem einzelnen sich auszumalen.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist, dass gerade auch im Umfeld um die Piratenpartei ein Klima herrscht, dass hochgradig normativ wirkt und damit gegebenenfalls selbst marginal abweichende Meinungen unterdrückt. Jede*r die*der sich mit ihrer*seiner Meinung an die Öffentlichkeit wagt, muss damit rechnen mit einer wahren Flut von Diffamierungen und Diskreditierungen konfrontiert zu werden. Für diesen diskursverdrängenden Mechanismus fand sich passender weise auch der Begriff des „Shitstorms“.</p>
<p>Dabei kommt noch hinzu, dass sie oben genannten Punkte neben den Frauen auch weitere Personenkreise ausgrenzen, die mit diesem aggressiven Konkurrenzklima nicht zurecht kommen können oder wollen. Und damit müssen wir uns allerdings die Frage gefallen lassen, ob wir uns alle in unseren Gestaltungsmöglichkeiten so sehr einschränken lassen wollen.</p>
<p>Weitgehende Einigkeit dürfte also in der Frage herrschen, dass sich das Klima in der Gesellschaft ändern muss, damit eine weiterreichende Beteiligung erreicht werden kann. Zum einen kann man das durch Aufklärung, wie zum Beispiel durch Veranstaltungen wie der FlauschCon und der TrollCon erreichen, zum anderen muss man aber auch etablierte Macht- und Diskursstrukturen durchbrechen.</p>
<p>Hierbei will ich auch nicht absprechen, dass es auch in den benachteiligten Gruppen nicht Personen gibt, die sich in der jetzigen Struktur behaupten und damit sehr erfolgreich sein können. Allerdings sehe ich dadurch nur wieder eine Replikation und Anpassung auf genau die Strukturen, die die breit angelegte Beteiligung unterdrücken.</p>
<p>Zum Anderen und um jetzt das Problem wieder auf die Benachteiligung der Frau einzuengen, denke ich, dass eine Quote hier ein erstes Mittel sein kann, dass sich mehr Frauen am gesellschaftsbildenden Diskurs beteiligen. Dazu ist es allerdings auch zwingend notwendig für eine Veränderung einzustehen und gegebenenfalls Angriffe zu kontern oder abzuwehren. Man sollte aber tunlichst vermeiden paternalistisch aufzutreten. Hier ist Unterstützung und Zuspruch sicher eine gute Wahl der Mittel.</p>
<p><strong>Quellen</strong></p>
<ul>
<li id="PiratenpadzurBlaBY">Piratenpad zur BlaBY: Piratenpad, Piratenpartei Deutschland. Aufgerufen am 22.10.2012 12:00 Uhr. <a href="http://piratenpad.de/41XeznvcjE">http://piratenpad.de/41XeznvcjE</a></li>
<li id="PiratenwatchNicoleBritz">Piratenwatch – Nicole Britz: Piratenwatch, Piratenpartei Deutschland. Aufgerufen am 22.10.2012. <a href="http://watch.piratenpartei-bayern.de/de/users/nicole-britz">http://watch.piratenpartei-bayern.de/de/users/nicole-britz</a></li>
<li id="PiratenwatchBeateKesper">Piratenwatch – Beate Kesper: Piratenwatch, Piratenpartei Deutschland. Aufgerufen am 22.10.2012. <a href="http://watch.piratenpartei-bayern.de/de/users/beate-kesper">http://watch.piratenpartei-bayern.de/de/users/beate-kesper</a></li>
<li id="PiratenwatchMiriamLakemann">Piratenwatch – Miriam Lakemann: Piratenwatch, Piratenpartei Deutschland. Aufgerufen am 22.10.2012. <a href="http://watch.piratenpartei-bayern.de/de/users/miriam-lakemann">http://watch.piratenpartei-bayern.de/de/users/miriam-lakemann</a></li>
<li id="Twitterfrlsm1lla1">Twitter – @frl_sm1lla-1: @frl_sm1lla. Abgerufen am 22.10.2012. <a href="https://twitter.com/frl_sm1lla/status/260039015527489536">https://twitter.com/frl_sm1lla/status/260039015527489536</a></li>
<li id="TwitterXeeleeuniversum1">Twitter – @Xeeleeuniversum-1: @Xeeleeuniversum. Abgerufen am 22.10.2012. <a href="https://twitter.com/Xeeleeuniversum/status/260039564066955264">https://twitter.com/Xeeleeuniversum/status/260039564066955264</a></li>
<li id="TwitterXeeleeuniversum2">Twitter – @Xeeleeuniversum-2: @Xeeleeuniversum. Abgerufen am 22.10.2012. <a href="https://twitter.com/Xeeleeuniversum/status/260040762417377280">https://twitter.com/Xeeleeuniversum/status/260040762417377280</a></li>
<li id="Twitterannavero1">Twitter – @anna_vero_-1: @anna_vero_. Abgerufen am 22.10.2012. <a href="https://twitter.com/anna_vero_/status/260048938361577473">https://twitter.com/anna_vero_/status/260048938361577473</a></li>
<li id="GenderumfragedesKegelklubs">Genderumfrage des Kegelklubs: Kegelklub, Piratenpartei Deutschland<em>. Ergebnisse der Umfrage des Kegelklubs zur Genderdebatte in der Piratenpartei . Abgerufen am 22.10.2012. <a href="http://kegelklub.net/blog/wp-content/uploads/2012/03/120310-Kegelklub-Auswertung.pdf">http://kegelklub.net/blog/wp-content/uploads/2012/03/120310-Kegelklub-Auswertung.pdf</a></em></li>
<li id="CIATheWorldFactbook">CIA – The World Factbook: The World Factbook, CIA. Abgerufen am 22.10.2012. <a href="https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2018.html">https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2018.html</a></li>
<li id="Kandidiertgefaelligst">Kandidiert gefälligst: Nicole Britz. Kandidiert gefälligst!. Abgerufen 22.10.2012. <a href="http://blog.addict.de/archives/1988-Kandidiert-gefaelligst!.html">http://blog.addict.de/archives/1988-Kandidiert-gefaelligst!.html</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.asaekante.de/?flattrss_redirect&amp;id=287&amp;md5=2565c9394145f42147f5a8a4e57f82d0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.asaekante.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Respekt vor dem Leben</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Sep 2012 18:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute stand in einem Artikel, wie mehrere Kinder oder Jugendliche in einem Streichelzoo eingebrochen sind um dort die Tiere zu Quälen und zu verletzten. Auf diesen Artikel stellte ich die Frage, woher denn all dieser Hass käme: Woher kommt der &#8230; <a href="http://www.asaekante.de/?p=282">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute stand in einem Artikel, wie mehrere Kinder oder Jugendliche in einem Streichelzoo eingebrochen sind um dort die Tiere zu Quälen und zu verletzten. Auf diesen Artikel stellte ich die Frage, woher denn all dieser Hass käme:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Woher kommt der Hass in unserer Gesellschaft, die Verachtung vor dem Leben und den Wehrlosen? <a dir="ltr" title="http://www.welt.de/regionales/koeln/article109191018/Kinder-quaelen-mit-Mistgabel-Tiere-im-Streichelzoo.html" href="http://t.co/p7ZoumQl" target="_blank" data-expanded-url="http://www.welt.de/regionales/koeln/article109191018/Kinder-quaelen-mit-Mistgabel-Tiere-im-Streichelzoo.html">http://www.welt.de/regionales/koeln/article109191018/Kinder-quaelen-mit-Mistgabel-Tiere-im-Streichelzoo.html …</a> /cc @_Rya_</em> [<a href="https://twitter.com/Xeeleeuniversum/status/246258937081511939">Twitter</a>]</p>
<p><span id="more-282"></span></p>
<p><a href="https://twitter.com/_Rya_" data-send-impression-cookie="true">Birgit Rydlewski</a> antwortete mir darauf hin mit einer Gegenfrage, ob es nicht ein selbst erfahrener Mangel an Respekt sei:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>@Xeeleeuniversum Ich weiß es nicht. Vielleicht, wenn man selber nie respektvoll behandelt wurde?</em> [<a href="https://twitter.com/_Rya_/status/246260310313406465">Twitter</a>]</p>
<p>Hier denke ich, greifen mehrere, teils voneinander unterschiedliche Wirkungsmechanismen ineinander. Denn respektvoller Umgang resultiert meiner Meinung nach, ganz stark aus dem Wert, dem man einer fremden Idee, einem fremden Menschen,  einem Lebewesen, der Umwelt oder dem Leben an sich zugesteht.</p>
<p>Dabei glaube ich auch, dass Gewalt doch auch sehr stark aus einem Bedürfnis heraus entsteht. Auch der Spruch, aus Gewalt entsteht nur noch mehr Gewalt ist ein Ausdruck dafür, dass wir nur replizieren können, was wir selbst erlebt haben.</p>
<p>Haben wir also in unserer Kindheit Gewalt erlebt, werden wir viel schneller auch Gewalt als legitimes Mittel ansehen um einen Konflikt zu lösen. Dies wiederum problematisch wird, wenn man sich in einer unterdrückten Position befindet. In dem man keine andere Möglichkeit sieht, als das selbst erlebte an etwas oder jemanden „auszulassen“ der noch schwächer ist als man selbst.</p>
<p>Dies soll keine Entschuldigung für das gewalttätige und lebensverachtende Verhalten der Kinder oder Jugendlichen sein. Doch kann es leicht sein, dass viele Täter selbst einmal Opfer waren oder sind. Wobei es jedem Menschen frei steht ob er wirklich Täter wird, oder davor zurück schreckt. Die Menschen die es wie im obigen Beispiel nicht geschafft haben sich zurück zu halten, sollten von der Gesellschaft entsprechend sanktioniert ohne isoliert zu werden.</p>
<p>Aber von dem konkreten Fall abgelöst sollten wir uns Gedanken machen, wie wir im weiteren solche Übergriffe vermeiden können. Denn wie oft ist in den Zeitungen von Giftködern für Katzen und Hunde, abgeschlachteten Pferden, angeschossenen Haustieren und anderen Tierquälereien zu lesen? Und hierbei klammere ich noch explizit den kommerziellen Raubbau am Leben aus.</p>
<p>Wie können wir also eine Gesellschaft schaffen, in der diese Lust am quälen sich überhaupt nicht erst manifestiert? Und hier glaube ich ganz stark daran, dass es hier eine Transformation weg von der gewalttätigen, hierarchischen und patriarchalen hin zu einer aufgeklärten, netzartigen und konsensualen Gesellschaft notwendig ist.</p>
<p>PS: Mir ist auch bewusst, dass dieser Aspekt sicher nur einer von Vielen ist, die ein solches Verhalten erklären, auch dass es psychische Erkrankungen gibt, die solche Gewaltausbrüche ohne Ursache auslösen können.</p>
 <p><a href="http://www.asaekante.de/?flattrss_redirect&amp;id=282&amp;md5=d168ed69d594944451efbbeb0a4e3516" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.asaekante.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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