Warum label ich mich selbst als Creep?

Bald ist ja wieder Valentinstag und aus diesem Anlass stellte ich auf Facebook und Twitter die Frage, wer denn lust hat, etwas von mir geschenkt zu bekommen. Worauf ich auch Antworten bekam und mich freue, mir was einfallen zu lassen und was zu basteln.

Darauf hin twitterte ich, dass ich mich freue zu fragen, da ich dann meine „Creepyness“ voll aussleben kann:

Darauf hin wurde ich gefragt, warum ich mich selbst zumindest als Creep label, mache ich doch nichts anderes, als meine Gefühle offen auszudrücken und zu schenken. Ist doch das normal und selbstverständlich.

Nein, ist es leider nicht. Gerade für mich als männlich gelesene Person ist jede Gefühlsäußerung durch die gesellschaftlichen Rollenbildern, Werten und Normen massiv mit Übergriffigkeit konnotiert. Das liegt auch an der vorherrschenden R*pe-Culture.

In einem Satz: Wo Mann* hofft, sich nicht lächerlich zu machen, hofft Frau* nicht vergew* zu werden. Deswegen sind Geschenke, sind Gefühlsoffenbarungen immer in diesem Kontext zu betrachten und Frau* wird sich unterbewusst dann immer die Frage stellen: „Wenn ich ablehne, wird er dann durchdrehen und mich verletzen oder schlimmeres?“

TL;DR

Solange wir nicht in einer sexismusfreien Gesellschaft leben, kann letzten Endes kein Geschenk bedingungslos sein und hat einen creepy Beigeschmack.

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